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c't 23/2003 - "Geregelte Nachfolge" (Teil 1)

In einer zweiteiligen Artikelserie von Alexander Oberdörster untersucht die c't die Umwandlung von traditionellen (Tabellen-) Webseiten in XHTML und CSS.

  • Teil 1 heisst "Geregelte Nachfolge" und trägt den Untertitel "Webseiten in XHTML und CSS umwandeln", im Artikel selbst geht es aber um Grundlagen, nämlich eine Einführung in die Syntax von XHTML und CSS.
  • Teil 2 - "Web-Waschmittel" bringt dann die Anwendung: für XHTML-Konverter (HTML-Tidy) und CSS-Layout.

Da ich mich gerade recht intensiv mit CSS und Layouten beschäftige, habe ich die beiden Artikel zumindest in Bezug auf CSS gründlich studiert. Am besten liest man diese meine Notiz zusammen mit dem c't-Artikel, sofern möglich.

Kleines Fazit vorweg

Vielleicht wäre es übersichtlicher gewesen, in Teil 1 die XHTML-Neuerungen und die Konvertierung mit HTML Tidy zu erklären, und in Teil 2 die Grundlagen und das Layouten per CSS.

Die CSS-Einführung leidet zudem unter dem Dilemma, das sie für Einsteiger zu kompakt sein dürfte (auch die Beispiele sind manchmal eher suboptimal) und für Fortgeschrittene zu wenig Neues drin steht.

Kritik im Detail

Im folgenden einige Details, die mich beim Lesen ein bisschen gestört haben.

Seite 223: Inline Styles - das Salz in der CSS-Suppe
Inline Styles (mit dem Attribut style="...") werden im Artikel als Unsinn verurteilt, die die Vorteile von CSS ad absurdum führen und meist das Ergebnis eines von visuellen Webeditoren generierten Quelltextes sind.
Inline Styles als dritte Stufe der Kaskade sind für mich sowas wie das Salz in der Suppe der Style Sheets: durch zu intensiven Gebrauch wird die Style Suppe ungeniessbar, aber ganz ohne Salz schmeckt es manchmal fade.
Seite 224: Klassen, IDs und die Cascading Order
Auf S. 225 wäre bei der Vorstellung der ungebundenen und gebundenen Klassen sowie der IDs die Gelegenheit gewesen, das Prinzip "Sort by Specificity" zu erwähnen (Cascading Order), das auch fortgeschrittenen CSS-Schreiberlingen nicht immer bekannt ist.
Seite 226: position:fixed - besser als Frames
"position:fixed" ist Klasse und wird mittelfristig Frames in vielen Fällen überflüssig machen (was mich sehr freuen würde), aber leider wird der Befehl vom good old Internet Explorer momentan einfach ignoriert. Das hätte zumindest kurz erwähnt werden müssen, denn deshalb verzichten viele CSS-Autoren auf den Befehl.
26.11.2003 | drucken | Gelesen: 2447

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